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Es gibt Pflanzen, die duftet nach Rosen.
Es gibt Pflanzen, die duften nach Zitrone.

Und dann gibt es Pflanzen, die… sagen wir mal…
eine sehr eigene Duftnote besitzen.

Wenn du im November durchs Gewächshaus gehst und plötzlich denkst:
„Wer zur Hölle hat hier gepupst“ –
dann kann es gut sein, dass du einer der berüchtigtsten Stinkerinnen der Pflanzenwelt begegnet bist: der Stinkwurz, botanisch Helleborus foetidus.

Willkommen im Club der „skurrilen Gewächse, die heimlich pupsen“.

Was ist die Stinkwurz – und warum riecht sie so?

Die Stinkwurz ist ein echtes Original aus unseren europäischen Wäldern. Hübsch, winterhart, immergrün – und ein bisschen muffig.

Der „Pupsgeruch“ entsteht, wenn du ihre Blätter zwischen den Fingern reibst oder sie an warmen Tagen aktiv atmet. Der Duft erinnert an eine Mischung aus nassem Hund, altem Käse und einem Hauch vergessene Turnbeutel.

Warum macht sie das?
Ganz einfach:

➡️ Schutz!
Der Geruch soll Tiere davon abhalten, die zarten Blätter anzuknabbern. Eine Art biologischer Alarm: „Bitte NICHT essen!“

Die Stinkwurz gehört zu den Hahnenfußgewächsen, einer Familie, die generell gerne etwas toxisch und eigenwillig ist.

🧤 Achtung, giftig!

Die Pflanze ist wie viele Hahnenfußgewächse leicht giftig.
Also: Schnuppern ja – Knabbern nein, aber wer will das schon.

Warum ist die Stinkwurz besonders im November spannend?

Sie bleibt grün, während fast alles andere schlapp macht.
Sie blüht im Winter, oft schon ab Dezember.
Sie sorgt für Geschichten, die so kurios sind, dass sie jeder hören will.
Sie ist perfekt geeignet, um Gartenhumor in die dunkle Jahreszeit zu bringen.
Und ganz ehrlich: Ein bisschen Skurrilität hat noch keinem Garten geschadet.

Wie pflegt man die stinkende Schönheit?

🌿 Standort
Schatten bis Halbschatten
Mag trockene bis frische Böden

Super für Naturgärten und Waldgarten-Ecken

🌱 Pflege
Kaum Arbeit
Nicht zu viel düngen
Winterhart, robust, unkaputtbar

Was passt zur Stinkwurz?

Wenn du gerade dabei bist, ein winterfestes Beet aufzubauen, passen folgende Pflanzen gut dazu:

  • Christrose (Helleborus niger)
  • Purpurglöckchen
  • Immergrüne Farne
  • Gedenkemein
  • Tannen und kleine Koniferen

Diese Kombination bringt Farbe und Struktur in den grauen Winter – ohne dass du viel dafür tun musst.

Fazit

Die Stinkwurz ist eine Pflanze, die du entweder liebst oder widerlich findest.

Mit ihrem leichten „Pups-Parfum“ schreckt sie zwar ab – aber genau das macht sie so faszinierend. Sie ist robust, winterhart, dekorativ, pflegeleicht und einfach perfekt für alle, die im November ein skurriles Highlight im Garten suchen.

Und seien wir ehrlich:
Eine Pflanze mit Charakter bleibt einfach länger im Gedächtnis.

FAQ

Riecht die Stinkwurz wirklich nach Pupsen?
Ja – wenn man die Blätter reibt oder wenn es sehr warm ist. Der Geruch ist ein natürlicher Schutzmechanismus.

 

Ist die Pflanze giftig?
Ja. Handschuhe verwenden und Haustiere fernhalten.

Kann ich sie im Topf halten?
Ja, aber sie fühlt sich im Garten wohler. In großen Töpfen und Kübeln funktioniert es gut.

Kriegt man den Geruch auch ab, wenn man die Blätter nur berührt?
Ja, leicht. Am besten Hände danach waschen – und nicht vorher die Nase wundreiben. 😉

Ist sie winterhart?
Absolut. Eine der härtesten Pflanzen überhaupt.

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